Bava Batra 349

Kapitel 349

א הכא נמי אדם עשוי שלא להשביע את עצמו
1 ebenso auch hierbei, man pflegt sich nicht als gesättigt auszugeben!? —
ב כי קאמר רב הונא התם דנקיט שטרא
2 R. Hona spricht von dem Falle, wenn jener einen Schuldschein hat. —
ג מכלל דרב ושמואל דלא נקיט שטרא אמר תנו נותנין מלוה על פה הוה ורב ושמואל דאמרי תרוייהו מלוה על פה אינו גובה לא מן היורשין ולא מן הלקוחות
3 Demnach sprechen Rabh und Šemuél von dem Falle, wenn er keinen Schuldschein hat; wieso gebe man ihm dann, wenn er ‘gebt’ gesagt hat, dies ist ja ein mündliches Darlehen, und Rabh und Šemuél sagten ja beide, ein mündliches Darlehen sei weder von den Erben noch von den Käufern einzufordern!?
ד אלא אמר רב נחמן אידי ואידי דנקיט שטרא ולא קשיא הא דמקויים הא דלא מקויים אמר תנו קיימיה לשטריה לא אמר תנו לא קיימיה לשטריה
4 Vielmehr, erklärte R. Naḥman, sprechen beide von dem Falle, wenn er einen Schuldschein hat, dennoch besteht hier kein Widerspruch; eines in dem Falle, wenn er beglaubigt ist, und eines in dem Falle, wenn er nicht beglaubigt ist. Wenn er ‘gebt’ gesagt hat, so hat er den Schein beglaubigt, und wenn er nicht ‘gebt’ gesagt hat, so hat er den Schein nicht beglaubigt.
ה אמר רבה שכיב מרע שאמר מנה לפלוני בידי ואמרו יתומין פרענו נאמנין תנו מנה לפלוני ואמרו יתומין פרענו אין נאמנין
5 Rabba sagte: Wenn ein Sterbenskranker gesagt hat, jener habe bei ihm eine Mine, und die Waisen sagen, sie haben sie bezahlt, so sind sie glaubhaft; wenn aber: gebt jenem eine Mine, und die Waisen sagen, sie haben sie bezahlt, so sind sie nicht glaubhaft. —
ו כלפי לייא איפכא מסתברא אמר תנו מנה כיון דפסקה אבוהון למילתא איכא למימר דפרעיה מנה לפלוני בידי כיון דלא פסק אבוהון למילתא איכא למימר דלא פרעיה
6 Wohin denn! Das Entgegengesetzte ist ja einleuchtend!? Wenn er gesagt hat, man gebe jenem eine Mine, so hat der Vater die Sache festgelegt, und es ist anzunehmen, daß sie sie bezahlt haben, wenn aber: jener hat eine Mine bei mir, so hat der Vater es nicht festgelegt, und es ist anzunehmen, daß sie sie nicht bezahlt haben!? —
ז אלא אי איתמר הכי איתמר שכיב מרע שאמר מנה לפלוני בידי ואמרו יתומין חזר ואמר לנו אבא פרעתי נאמנין מ"ט אדכורי מידכר תנו מנה לפלוני ואמרו יתומין חזר ואמר אבא פרעתי אין נאמנין דאם איתא דפרעיה לא הוה אמר תנו
7 Vielmehr, ist dies gelehrt worden, so wird es wie folgt lauten: Wenn ein Sterbenskranker gesagt hat, jener habe bei ihm eine Mine, und die Waisen sagen, ihr Vater sagte ihnen später, er habe sie bezahlt, so sind sie glaubhaft, weil er sich erinnert haben kann; wenn aber: gebt jenem eine Mine, und die Waisen sagen, ihr Vater sagte ihnen später, er habe sie bezahlt, so sind sie nicht glaubhaft, denn hätte er sie bezahlt, so würde er nicht gesagt haben, daß man sie ihm gebe.
ח בעי רבא שכיב מרע שהודה מהו צריך לומר אתם עדי או אין צריך לומר אתם עדי צריך שיאמר כתובו או אין צריך לומר כתובו אדם משטה בשעת מיתה או אין אדם משטה בשעת מיתה
8 Raba fragte: Wie ist es, wenn ein Sterbenskranker etwas eingesteht; muß er sagen: ihr seid meine Zeugen, oder braucht er nicht zu sagen: ihr seid meine Zeugen? Muß er sagen: schreibt, oder braucht er nicht zu sagen: schreibt? Scherzt man in der Stunde seines Sterbens oder scherzt man nicht in der Stunde seines Sterbens?
ט בתר דבעיא הדר פשטה אין אדם משטה בשעת מיתה ודברי שכ"מ ככתובין וכמסורין דמו:
9 Nachdem er dies gefragt hatte, entschied er es: niemand scherzt in der Stunde seines Sterbens, und die Worte eines Sterbenskranken gelten als niedergeschrieben und übergeben.
י <big><strong>מתני׳</strong></big> המלוה את חבירו בשטר גובה מנכסים משועבדים על ידי עדים גובין מנכסים בני חורין
10 viii <b>W</b><small>ER SEINEM</small> N<small>ÄCHSTEN</small> [G<small>ELD</small>]<small> AUF EINEN</small> S<small>CHULDSCHEIN GELIEHEN HAT, KANN ES VON VERÄUSSERTEN</small> G<small>ÜTERN</small><small>EINFORDERN, WENN ABER VOR</small> Z<small>EUGEN</small><small>, SO KANN ER ES NUR VON FREIEN</small> G<small>ÜTERN</small><small>EINFORDERN</small>.